Aktuelle Büromarktsudie der Wirtschaftsförderung Münster (WFM) GmbH
Münsters Büromarktbilanz 2025 stand ganz im Zeichen einer stabilen Entwicklung. Das sind die Kerndaten:
- ein überdurchschnittlicher Flächenumsatz in Höhe von 97.100 m²
- Mietpreise von 22,00 Euro/m² in der Spitze
- Mietpreise von 12,50 Euro/m² im Durchschnitt.
Das geht aus der jetzt veröffentlichten Büromarktstudie der Wirtschaftsförderung Münster GmbH (WFM) hervor. Eine Herausforderung bleibe das weiterhin knappe Flächenangebot: Die Leerstandsquote ist infolge größerer Vermietungen, geplanter Sanierungen und zurückgezogener Angebote wieder auf zwei Prozent gesunken. Dies unterstreiche die hohe Attraktivität des Standorts, hemme aber auch die Marktdynamik.
„Trotz des herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds zeigt sich Münsters Büromarkt weiterhin robust. Vor allem größere Eigennutzerprojekte haben den Markt stabilisiert", erklärt WFM-Geschäftsführer Dr. Marco Trienes. „Die niedrige Leerstandsquote unterstreicht die hohe Attraktivität Münsters als Bürostandort. Gleichzeitig benötigen Unternehmen zusätzliche moderne Flächen in unterschiedlichen Größen."
In der Summe konnten im Jahr 2025 knapp 170 registrierte Einzelabschlüsse erfasst werden. Die Nachfrage nach Büroflächen blieb 2025 insgesamt verhalten. Dies zeigt sich auch in einem Rückgang der registrierten Abschlüsse um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Mit einem Umsatzvolumen von knapp 53.000 m² bzw. 54 Prozent haben 2025 die Eigennutzer, also Unternehmen und Institutionen, die ihre Gebäude selbst nutzen, wie etwa die öffentliche Verwaltung und die Unfallkasse NRW einen wesentlichen Anteil zum Gesamtergebnis von 97.100 m² beigesteuert.
Großflächige Umsätze über das gesamte Stadtgebiet
Zu den größten Abschlüssen über 5.000 m² zählten:
- das Stadthaus 4 am Albersloher Weg
- der Neubau der Unfallkasse des Landes NRW in der Salzmannstraße
- die Erweiterung der Provinzial Versicherung in der Provinzial-Allee
- Ein weiterer großflächiger Eigennutzer im vierstelligen Bereich ist die Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle FFB im Hansa-BusinessPark.
Die großflächigen Umsätze streuten damit erneut breit über das gesamte Stadtgebiet. Bedingt durch den Bau des Stadthauses 4 am Albersloher Weg/Ecke Kiesekamps Mühle lag einer der Schwerpunkte der Büroflächennachfrage im vergangenen Jahr im Hafen. Gefragt waren im vergangenen Jahr auch größere Flächen in günstigeren Lagen.
Flächenqualität ist für die Erzielung von Höchstmieten wichtiger ist als die Lage
Nach den hohen Anstiegen der Spitzenmiete in den vergangenen zwei Jahren blieb die Mieten in Münster im Jahr 2025 stabil und liegt aktuell bei 22,00 €/m². Das Niveau wird in der City sowie am Cityrand, in Stadtteilzentren und Büroparks erreicht, und zwar ausschließlich in sehr hochwertig ausgestatteten Neubauflächen.
Nach wie vor gilt: Die Flächenqualität ist für die Erzielung der Höchstmiete wichtiger ist als die Lage. Im Zweijahresvergleich zwischen 2023 und 2025 stieg der gesamtstädtische Durchschnittsmietpreis moderat von 12,20 €/m² auf 12,50 €/m² an.
Das wirtschaftliche Umfeld bleibt nach dem Report der größte Risikofaktor für Münsters Büromarkt im Jahr 2026. Geopolitische Krisen und Handelskonflikte führten dazu, dass Unternehmen weiterhin zögerlich Büroflächen anmieteten. Beim Leerstand rechnen die Experten nach dem Rückgang auf 2 Prozent zum Jahreswechsel mit einem deutlichen Anstieg.
Bei den Mieten zeichnet sich ein differenziertes Bild ab: Während für die Durchschnittsmiete ein mäßiger Anstieg erwartet wird, könnten die Spitzenmieten deutlich steigen.
Hilfreiche Links
Studie der Wirtschaftsförderung Münster GmbH
https://www.wfm-muenster.de/wp-content/uploads/WFM_Bueromarktstudie_2026_final.pdf
