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Materialmangel bremst Wohnungsbau aus

Schlechte Zeiten für Bauhherren

Für Bauwillige gab es auch schon mal bessere Zeiten: Die Preise steigen immer weiter, zuletzt haben auch die Darlehenszinsen merklich zugelegt. Und jetzt geht auch noch das Baumaterial aus. Nach der jüngsten Umfrage des Münchener Ifo-Instituts klagte mehr als die Hälfte der Hochbauunternehmen über Lieferengpässe.

 

Drastische Preissteigerungen bei Baumaterial

Und knappe Güter sind teuer. So bekommt der Verband der Bauindustrie bei seinen Mitgliedsbetrieben alarmierende Antworten. 90 Prozent der Befragten berichten über teils drastische Preissteigerungen bei Baumaterial. Bitumen, Asphalt, Zement, Beton, Holz, Dämmstoffe sind knapper und teurer geworden. Parkett, so der Verband der Bauindustrie, sei kaum mehr zu erhalten.

War es im vergangenen Jahr vor allem die Corona-Pandemie, die für Lieferengpässe sorgte, ist es jetzt noch der Krieg in der Ukraine dazu gekommen. Nach Angaben des Verbandes der Bauindustrie stammten bisher 40 Prozent des Baustahls aus Russland, Belarus und der Ukraine. Da wird der hohe Auftragsbestand der Baubranche vom Puffer plötzlich zu einer Bürde. Schließlich weiß niemand, ob die Aufträge überhaupt noch kostendeckend ausgeführt werden können. Viele Lieferanten gäben für Baumaterialien nur noch tagesaktuelle oder gar keine Preise mehr an.

 

Deutlicher Einbruch beim Wohnungsbau in Deutschland zu erwarten

Nach Einschätzung von Branchenverbänden muss 2023 daher mit einem deutlichen Einbruch beim Wohnungsbau in Deutschland gerechnet werden. Die Bauwilligen versuchen der Falle aus steigenden Zinsen und Preisen bei gleichzeitigem Materialmangel offenbar noch rasch zu entkommen: Sowohl die Landesbausparkassen als auch der Finanzierungsvermittler Interhyp berichten seit Jahresanfang von einer stark gestiegenen Nachfrage nach Baudarlehen.

Baumaterialien werden knapp - und teuer