Der Bedarf an Wohnraum in Münster bleibt hoch
In Münster könnten bis zum Jahr 2035 bis zu 12.750 neue Wohnungen gebaut werden. Das geht aus der Fortschreibung des Baulandprogramms hervor, die der Rat der Stadt beschlossen hat. Der Bedarf an Wohnraum bleibt hoch: Ende 2025 zählte Münster mehr als 320.000 Menschen mit Haupt- oder Nebenwohnsitz, die Leerstandsquote lag bei 0,2 Prozent. Das geht aus dem aktuellen Bericht zur Wohnbaulandentwicklung 2024–2025 hervor.
Gleichzeitig werden die baureifen Baulandreserven knapper. In den vergangenen beiden Jahren wurde mehr Bauland für den Wohnungsbau in Anspruch genommen als neu bereitgestellt: 2024 und 2025 wurden Flächen für rund 450 Wohnungen baureif, während im selben Zeitraum mehr als 1.100 Wohnungen in den Baugebieten entstanden. Ende 2025 reichten die baureifen Reserven noch für rund 3.150 Wohnungen.
Das Baulandprogramm sieht unterschiedliche Wohnformen vor.
Insgesamt sind zwischen circa 11.800 und 12.750 Wohneinheiten vorgesehen. Davon entfallen etwa 85 bis 90 Prozent auf Mehrfamilienhäuser und 10 bis 15 Prozent auf Einfamilienhausbebauung (Doppel- und Reihenhäuser).
Bis 2028 können nach den Plänen Grundstücke für mehr als 1.100 Wohnungen in stätischen Baugebieten baureif werden. Dazu gehören unter anderem:
- Albachten-Ost mit rund 475 Wohneinheiten
- Handorf – Kirschgarten mit rund 180 Wohneinheiten
- Angelmodde – Südlich Hiltruper Straße mit etwa 260 bis 280 Wohneinheiten
- Amelsbüren – Nordwestlich Am Dornbusch mit circa 200 Wohneinheiten.
In diesen Gebieten ist die Planung bereits abgeschlossen. In Albachten-Ost, Handorf und in Amelsbüren sind auch die Baustraßen bereits fertiggestellt.
Bis zum Jahr 2035 soll dann zusätzlich 20 neue Baugebiete entwickelt werden. Dazu zählen unter anderem:
- Nienberge – Feldstiege / Beerwiede
- Mauritz-Ost – Maikottenweg
- Wolbeck – Südlich Berdel
- Handorf – Nördlich Kötterstraße
- Hiltrup – Nördlich Osttor.
Hohe Baukosten und Zinsen bremsen Wohnungsbau aus
Die Stadtverwaltung weiß allerdings auch: Wenn es um die Bekämpfung der Wohnungsnot in Münster geht, seien derzeit nicht zu wenig Bauland oder fehlende Baugenehmigungen der Bremsklotz. Es werde einfach zu wenig gebaut. Als Grund nennt das Planungsamt hohe Baukosten und die hohen Zinsen.
Hilfreiche Links
Stadt Münster
https://www.stadt-muenster.de/aktuelles/pressemitteilungen/-/item/1228962
https://www.stadt-muenster.de/stadtplanung/baulandentwicklung/baulandprogramm
